Wie erkenne ich, ob eine Nachricht glaubwürdig ist? Wem kann ich vertrauen und warum? Für Erwachsene mit geringer Literalität haben wir ein medienpädagogisches Planspiel entwickelt, das genau diese Fragen aufgreift. In vier Modulen erleben die Teilnehmenden spielerisch, wie Medien entstehen, Fakten geprüft werden und Informationen sich verbreiten.

Partner: Macromedia University of Applied Sciences (Campus Leipzig), Arbeit und Leben Sachsen e. V. – Grundbildungszentrum Landkreis Leipzig
Zielgruppe: Erwachsene mit geringer Literalität
Kompetenzen: Konzeption, Redaktion, Grafik
Zeitraum: Oktober 2025 bis Juni 2026
Dafür konzipierten wir – in Kooperation zwischen der Macromedia University of Applied Sciences (Campus Leipzig) und Arbeit und Leben Sachsen e. V. – Grundbildungszentrum Landkreis Leipzig – ein niedrigschwelliges, modulares Lernformat in einfacher Sprache, das zentrale Mechanismen journalistischer Arbeit, Faktenprüfung und Informationsverbreitung erfahrbar macht.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau von:
Wissen über Medienstrukturen, redaktionelle Arbeitsweisen und Merkmale glaubwürdiger Quellen,
Fertigkeiten zur praktischen Überprüfung und Einordnung von Informationen (z. B. mit Bilderrückwärtssuche oder Faktencheck-Websites),
Haltung, um Mediennutzung kritisch, reflektiert und selbstbewusst zu gestalten.
Das Planspiel sollte dabei nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch die Selbstwirksamkeit stärken, die Teilnehmenden zur aktiven Teilhabe anregen und Lust auf Medienbildung machen.
Entstanden ist das Planspiel „Wem kann ich glauben?“ als vierteiliges Format, das in jeweils 90-minütigen Modulen spielerisch und alltagsnah in das Thema Vertrauen in Medien einführt.
Die Teilnehmenden übernehmen Rollen wie Redaktion, Faktencheck oder Publikum und durchlaufen gemeinsam einen realitätsnahen Informationsfall. Sie lernen, Fakten von Meinungen zu unterscheiden, Quellen zu bewerten, Unsicherheit auszuhalten und eigene Medienbeiträge zu gestalten.
Als Projektergebnis wird im Laufe des Jahres 2026 ein digitaler Methodenkoffer entstehen, der alle Materialien, Anleitungen und Reflexionshilfen bündelt, offen zugänglich als Open Educational Resource (OER). Damit steht ein nachhaltiges Werkzeug für die Medienbildung und Demokratieförderung zur Verfügung.
Zur Qualitätssicherung wird das Projekt von der Macromedia University of Applied Sciences durchgängig evaluiert: Eine formative Evaluation begleitet die Durchführung, um direkt auf Rückmeldungen der Teilnehmenden eingehen und das Material passgenau weiterentwickeln zu können. Ergänzend werden am Projektende qualitative und quantitative Methoden kombiniert, um Wirkungen sichtbar zu machen und Potenziale für die Weiterentwicklung des Planspiels zu identifizieren.
Gefördert wird das Projekt durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM).