Im Rahmen des Projekts Tacheles 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen wirkten wir an der didaktischen Weiterentwicklung eines Kartensets mit, das jüdisches Leben in Sachsen aus Vergangenheit und Gegenwart sichtbar macht. Ziel war es, das bestehende Angebot für den schulischen Einsatz weiterzuentwickeln und insbesondere für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 zugänglich, motivierend und lernwirksam nutzbar zu machen.

Partner: Studio Bosco | Culturecards
Zielgruppe: Schüler:innen ab 9. Klasse sowie Lehrkräfte
Kompetenzen: Konzeption, Redaktion
Zeitraum: Seit Februar 2026
Unsere Aufgabe bestand darin, das bestehende Kartenset hinsichtlich seiner schulischen Einsetzbarkeit zu analysieren und konkrete Empfehlungen für eine didaktische Weiterentwicklung zu erarbeiten. Im Mittelpunkt standen Fragen der Zugänglichkeit, Differenzierung, Methodik und Mediennutzung im Unterricht.
Darauf aufbauend entwickelten wir Vorschläge für eine zielgruppengerechte Überarbeitung der Inhalte, für narrative und fragengestützte Zugänge, offene Reflexionsräume sowie flexible analoge und digitale Einsatzmöglichkeiten. Ergänzend entstanden exemplarische Textüberarbeitungen einzelner Karten und konkrete Unterrichtsszenarien für den Einsatz im Klassenverband.
Die Arbeit an den Culture Cards ist Teil einer weiterführenden Zusammenarbeit. Auch in anderen Projektzusammenhängen wirken wir an der didaktischen und redaktionellen Weiterentwicklung mit und streben eine langfristige Kooperation rund um die Bildungsarbeit mit den Culture Cards an.
Zentrales Ergebnis unserer Arbeit ist ein umfassendes didaktisches Konzept zur schulischen Nutzung der Culture Cards. Diese unterstützten Lehrkräfte dabei, jüdisches Leben in Sachsen multiperspektivisch, lebensweltbezogen und zeitgemäß im Unterricht zu behandeln.
Das Konzept empfiehlt eine konsequente Ausrichtung auf die Zielgruppe der Klassenstufen 9 bis 12, verständliche Sprache, klar strukturierte Inhalte sowie Lernangebote, die mit Fragen, Geschichten und biografischen Zugängen arbeiten. Historische Themen werden dadurch nicht nur vermittelt, sondern in Beziehung zur Gegenwart gesetzt und für Lernende relevant gemacht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf methodischer Offenheit. Die Karten können einzeln oder kombiniert, in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit sowie analog oder digital eingesetzt werden. Für den Unterricht wurden strukturierte Phasenmodelle entwickelt, vom aktivierenden Einstieg über kooperative Erarbeitungsphasen bis zur gemeinsamen Sicherung durch Zeitstrahl, Cluster oder thematische Ordnung.