Online-Lernen: 10 Tipps zur Motivationsförderung

Titelbild Newsbeitrag Online Lernen

Online-Lernen erfordert ein sehr hohes Maß an Eigenverantwortung, Selbstorganisation und Motivation. Gleichzeitig ist das Gefühl der Unverbindlichkeit in vielen Online-Formaten groß, weil die soziale Einbindung fehlt. Wie schaffen wir es, dass die Lernenden trotzdem am Ball bleiben?

Durch die Art und Weise wie wir unsere Online-Kurse gestalten, können wir das maßgeblich beeinflussen. Im Folgenden geben wir 10 Tipps zur Motivationsförderung beim Online-Lernen.

Mit Online-Kursen meinen wir Lernangebote, die teilweise (Blended Learning) oder komplett im Internet stattfinden. Das können einmalige Veranstaltungen sein oder auch Kurse mit mehreren Terminen, die über einen längeren Zeitraum andauern.

1. Lernziele und deren Relevanz kommunizieren

Die Lernenden müssen wissen, was sie von einem Lernangebot haben und wo es sie hinführt. Daher sollten ganz am Anfang eines Online-Kurses die Lernziele offen dargestellt und bestenfalls nah an der Lebens- oder Arbeitswelt der Teilnehmenden angeknüpft werden.

2. Präsenztermin am Anfang

Bei längeren Kursen empfehlen wir ein persönliches Kennenlern-Treffen zu Beginn. Dadurch lernen sich die Teilnehmenden gegenseitig und auch die Dozierenden kennen. Diese Verbindung erhöht die Bereitschaft auch online aktiv zu kommunizieren.

3. Aktives Kommunizieren und Interaktion fördern

Binde die Teilnehmenden aktiv mit ein. Sorge dafür, dass sie auch untereinander in Kontakt treten und zusammenarbeiten. Dafür eignen sich Peer-to-Peer-Formate, Gruppenarbeiten oder Lernbuddy-Konzepte.

4. Feedback, Feedback, Feedback

Lernende brauchen individuelle Rückmeldung über ihr Fortkommen. Insbesondere beim Online-Lernen, damit Lernende Resonanz erfahren und weitermachen wollen. Feedback muss dabei nicht immer von den Kursleiter:innen kommen, sondern kann auch über Peer-Review-Verfahren organisiert werden.

5. Individuelle Lernwege ermöglichen

Jeder Mensch lernt ein bisschen anders und hat dementsprechend andere Bedürfnisse im Lernprozess. Nutze die technischen Möglichkeiten und biete verschiedene Medienarten und Formate an, die Lernende auswählen und nutzen können.

6. Lebens- und Erfahrungswelten miteinbeziehen

Schaffe eine sinnvolle Verbindung von Theorie und Praxis, indem du auf möglichst authentische und anwendungsorientierte Fallbeispiele aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Teilnehmenden zurückgreifst. Nutze dafür auch gerne die Methode des Storytellings, über die wir im verlinkten Beitrag bereits geschrieben haben.

7. Formelles wird zu informellem Lernen

Lernmanagementsysteme (LMS), wie Moodle oder ILIAS bieten offene Bausteine, die von den Teilnehmenden selbst mit Inhalten gefüllt werden (Wikis, Blog, Forum). Auch das bietet eine Form der Aktivierung und schafft ein gemeinsames Erleben in der Lerngemeinschaft.

8. Selber machen!

Die digitalen Kanäle sind keine Einbahnstraße. Fördere die aktive Teilnahme, indem die Teilnehmenden selbst Inhalte erstellen und im Kursraum zur Verfügung stellen. Das können Präsentationen, Erklärvideos, Podcasts, Blogeinträge und vieles mehr sein.

9. Geeignete Medienauswahl

Wähle die eingesetzten Medien mit Bedacht aus. Ist ein Medium geeignet, um einen bestimmten Inhalt zu transportieren? Oder braucht es die Information vielleicht auch auf anderer Ebene? Erstelle einen guten Medienmix, um verschiedene Lerntypen anzusprechen. Dazu zählt auch die Überlegung, welche Anteil eines Kurses synchron und welche asynchron stattfinden können.

10. Hochwertige Medienproduktion

Du musst keine Profi-Medienmacher:in sein, um authentisches Lernmaterial zu erstellen. Achte jedoch darauf, dass zumindest alle Inhalte in Text, Bild und Ton verständlich und ansehnlich sind. Beobachte dich zum Test einmal selbst, wie lange du Lust zum Schauen habst, wenn ein YouTube-Video zum Beispiel eine rauschende Audiospur hat. Tipps und Tools zum Erstellen von Erklärvideos findest du, wenn du dem Link folgst.

Beitragsbild: StartupStockPhotos auf Pixaba

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